Geschichte der Villa Margarethe


Villa mit Eishaus und großem Glashaus (ganz rechts) um 1909
Die Villa Margarethe wurde im Jahre 1880 erbaut und ist eine der ältesten Villen von Millstatt. Der k.u.k. Notar Oskar Ritter von Luschan kaufte das Haus 1891 vom ursprünglichen Bauherrn, dem  italienischen Holzhändler Ofenheimer und benannte die Villa nach seiner Frau Margarethe (geb. Etzerodt - genannt  Daisy).

Villa mit Holzveranda um 1920
 Es war eine eingeschossige Villa in einem parkähnlichen Garten samt Nebengebäuden für das Hauspersonal und Stallungen.


Oskar Ritter von Luschan war bekannt für seinen großen sozialen Einsatz für Arme und Hilfsbedürftige, beteiligte sich zum größten Teil am Bau einer Wasserleitung in Millstatt und der Gründung der Dampfschifffahrt auf dem See. Im Jahre 1900 wurde Oskar Ritter von Luschan zum Ehrenbürger von Millstatt ernannt.
Oskar, Felix und Margarethe von Luschan
Leider starb er sehr früh und auch sein Sohn Felix verunglückte im Alter von 18 Jahren tödlich bei einer Bergtour.

Felix Ritter von Luschan
Durch diese Schicksalsschläge kam mein Großvater, Dipl.Ing. Georg von Susani-Etzerodt durch Adoption und  Erbfolge in Besitz dieses Hauses. Er war der Neffe von Oskars Schwägerin Emma von Luschan, der Frau seines Bruders Felix Ritter von Luschan (Archäologe und Professor für Anthropologie und Ethnologie an der Humboldt-Universität Berlin).

Die Villa Margarethe war stets ein gastliches Haus. Dadurch, dass Felix von Luschan seine Villa in der Nachbarschaft hatte, kamen auch viele bekannte Wissenschaftler in die „Villa Margarethe“, wie beispielsweise der Sohn des Naturforschers Charles Darwin oder Erwin Schrödinger (späterer Nobelpreisträger für Chemie), was durch Einträge ins Gästebuch der „Villa Margarethe“ belegt ist. 
1956

Um das Haus erhalten zu können, wurde im Jahre 1955 die Villa von meinen Großeltern Gertrude und Georg von Susani-Etzerodt zu einer Fremdenpension mit 20 Fließwasserzimmern umgebaut.



1971


Ab 1970 führten meinen Eltern Gudrun und Stefan Senigl die Pension und brachten viele  neue Ideen (Zimmer mit Dusche/WC, Ferienwohnungen und Ferienhaus) ein.


Seit 1989 sind wir - Maria und Leo Piechl -  „Verwalter“ dieses ehrwürdigen Hauses. Mit zahlreichen Umbauten und Neuerungen versuchen wir die Qualität des Hauses zu verbessern ohne aber das stilvolle Ambiente des Hauses zu zerstören.

Seit Generationen stehen die Türen in der „Villa Margarethe“ für jedermann offen. Gastlichkeit ist seit jahrzehnten Teil unseres Lebens, daher sind wir stolz darauf, dass dieses Haus für viele Besucher ein Platz der Geborgenheit geworden ist, an den sie stets gerne wiederkehren.

2011



Kommentare

  1. Ich bin seit langem stiller, heimlicher Leser diese interessanten Blogs :-)
    Du bist wirklich eine Fleißige!

    Die bemerkenswerte Geschichte habe ich aufmerksam durchgelesen, aber bei den Familienverhältnissen von Georg von Susani-Etzerodt bin ich ausgestiegen...

    Liebe Grüße aus Wien!
    Sibylle (Konnis Schwester)

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  2. Hallo Sibylle,

    das ist aber schön, dass wir auch eine eifrige Leserin in Wien haben.

    Ja, das mit der Verwandtschaft ist ein bißerl schwierig, besser erklärt, mein Opa wurde von der Schwägerin seiner Tante, adoptiert. Alles klar??!!

    Liebe Grüße nach Wien, vielleicht sieht man sich wieder einmal

    Maria

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